Kategorie-Archiv: Rettungsprotokoll

tb-rescue Weltrekord: Coin nach 5 Jahren und 1 Tag gerettet

Ab und zu bekommen wir nette, kleine Geschichten von Rettern oder Ownern zugeschickt.
Diese hier wollen wir Euch nicht vorenthalten und haben sie aus dem Englischen übersetzt. Es handelt sich dabei um einen tb-rescue Weltrekord*: Die gerettete Coin lag 5 Jahre in einem Cache, bevor „B4alltime“ den Rettungsauftrag von tb-rescue bekommen und sich auf die Rettungsmission begeben hat.

Nachdem wir eine Benachrichtigung von tb-rescue.com bekommen haben, ignorierten wir den Rettungsauftrag zuerst – schließlich war der Cache seit 5 Jahren deaktiviert und die Chance auf eine Rettung tendierten gegen Null. Was die Sache noch schwieriger machte, war die Tatsache, dass der „State Park“ in dem der Cache liegt, seit mindestens 2 Jahren geschlossen war. Wir waren uns daher nicht einmal sicher,  ob das Zielgebiet betreten werden durfte.

Aber wir lieben Herausforderungen und dieses war definitiv eine Herausforderung.

Bei grauem Himmel, Wind und Regen machten wir uns auf den Weg, die 80 km bis zum ehemaligen Cache zurückzulegen. Im Zielgebiet angekommen wurde die Straße schlecht und es hatte auch noch angefangen zu regnen. Wir packten unsere CGA und unser „spezielles Geocaching Tool“ zusammen und gingen los.

Es war eine kurze, leichte Wanderung zu den Koordinaten des alten Caches.
Aber würden wir überhaupt irgendetwas finden? 

Rox war der Erste, der die farbigen Plastikreste auf dem Boden entdeckte. Darunter ein aufgeweichter Stapel von etwas, das mal Papier gewesen sein könnte – das Logbuch? Daneben lag ein kleines Spielzeugauto . Wir hatten offensichtlich die Überreste des Caches gefunden.

Aber eine Coin war nicht zu sehen.

Also aktivierten wir unsere ECGA, den „Coinmaster 4900D“, unseren alten Metalldetektor.
Systematisch suchten wir die Umgebung ab und fanden 4-8 cm tef im Boden folgendes:

  1. Einen Nagel
  2. Mehrere Stücken Aluminiumfolie
  3. Einen Schienennagel (vermutlich aus der alten Eisenbahnerzeit)
  4. Einen Dosendeckel
    und dann…..
  5. China Town Geocoin – total verdreckt, das Papier matschig und muffig riechend aber die Coin selbst in einwandfreiem Zustand.

Was folgte war unser Jubel !

Wir werden die Coin nun wieder mit frischer Verpackung sowie Begleitzettel ausstatten und werden die lang schlummernde Coin wieder auf die Reise schicken.
Doc&Rox

*Wir haben bisher die „Tage im Cache“ nicht protokolliert aber wir glauben, dass 5 Jahre und 1 Tag vermutlich die jemals längste  Zeit ist, die ein Trackable im Cache verbracht hat, bevor er mit Hilfe von tb-rescue gerettet wurde. Also ein echter WELTREKORD !

Warum mir tb-rescue.com Spaß macht….

Wir möchten gern einen kleinen Beitrag von Friedlis veröffentlichen der uns heute erreicht hat:

Dies soll ein kleiner Beitrag dafür sein, um zu zeigen, weshalb sich tb-rescue.com auch noch lohnt.
Diese Woche hab ich Post aus Deutschland erhalten mit einem lieben Brief von Selina, deren Travel Bug ich retten durfte:

Dankbrief von Selina

Dazu hat sie sogar noch weitere Zeit investiert und zusammen mit ihrer Oma ein Dankeschön gebastelt.
2 Figuren von SelinaIch habe mich sehr über den Brief und die Beigaben gefreut und habe mich gleich doppelt in meinem Hobby bestätigt gefühlt.
Erstens macht es mir Spass diverse Abenteuer zu erleben und zweitens freuen sich auch Andere zusätzlich darüber, wenn ich einen Berg hoch kraxle.

Auf dem 3ten Bild hat sich schon vor mehreren Wochen ein anderer Cacher intensiv mit einem seiner eigenen Coin’s bei mir bedankt.

parisii coin
Ich werde bestimm weiter machen.
Gruss aus dem schönen verschneiten Appenzellerland

Marcel alias Friedlis

Rettungsprotokoll Nr 3: Arachnida im Schwabenlande

Hier mal wieder der Bericht einer weiteren, netten Rettungsaktion (schon wieder ein Tier), diesmal vom Team leBendig

10.01.2010 – 10:00
Die Entscheidung ist gefallen! Heute wird TBT Arachnida aus ihrem kalten Schneegefängnis gerettet. Der Besitzer hatte einen Rettungsauftrag bei tb-rescue.com eingestellt. Die Kinder haben Ihre Spinnenangst hinten angestellt und das hohe Ziel der Rettung in den Vordergrund gerückt. Werden wir es schaffen? Immerhin liegen gefühlte 200cm Schnee und der letzte Cacher hatte den Cache nicht gefunden und das war im Oktober ohne Schnee. Wir selber hatten den Cache schon im Oktober 2007 gefunden. Ein Vorteil?

11:30
Ankunft am Parkplatz und nochmal die definitve Entscheidung: „Wir gehen es an“.
Die Kinder haben sich auch nicht vom örtlichen Schlittenhang abhalten lassen. Schließlich geht es hier um nicht weniger als die Rettung eines TB!
Die Ausrüstung wurde gerichtet und mit 2 Rettungsmobilen sind wir losgezogen.

12:30
Wir sind im Zielgebiet, nach 1,5km und ca. 100m Höhenmeter.
Irgendwie sieht alles Weiß aus.
Einzelne Baumstümpfe können ausgemacht und umgehend untersucht werden.
Etliche Kubikmeter Schnee werden hierzu bewegt.
Alles wird von jedem Teammitglied untersucht.
Dann der erlösende Ruf: „ICH HABE IHN!“

13:00
Alles prima? Nein, die Dose könnte eingefroren sein oder der TB schon geflüchtet.
Vorsichtig wird die Dose geborgen und ohne Probleme geöffnet.
Freudig spring etwas in der Dose rum, ja, da ist sie, die Arachnida.
Wir nehmen Sie erstmal in unsere warmen Hände und geben ihr heißen Tee zu trinken

13:30
Nach teilweise rasanter Abfahrt mit den Rettungsmobilen sind wir wieder am Parkplatz und überglücklich ob der gelungenen Rettungsaktion.
Jetzt geht es aber auf zum Schlittenhang.

Wenn der gesundheitliche Zustand der Spinne soweit wieder hergestellt ist wird ihre Tourismusreise wieder weitergehen.
Team leBendig

Rettungsprotokoll Nr 1: Oesterreich, Öztal, Vent

In unregelmäßigen Abständen wollen wir in der Katgeorie „Rettungsprotokoll“ von interessanten Rettungsaktionen berichten. Wir sind gespannt, ob die Idee auf euer Interesse stößt und freuen und wie immer über jeden Kommentar hier im Blog.
Beginnen möchten wir mit einem Erfahrungsbericht vom Schweizers ‚Friedlis‘.
Marcel hat inzwischen bereits 11 TB’s in teils abenteuerlichen Aktionen auf Caches gerettet.
Hier sein Bericht von der gestrigen Rettungsaktion:

Hallo!

Was macht man an einem Tag, der zum zu Hause sitzen zu Schade wäre, man aber nach einer Silvesternacht doch was Spannendes tun möchte?
Genau. TB’s retten.

Das haben wir heute getan. Ein wirklich kleines Abenteuer wartete im Edelweiss auf uns.

Vor Ort angekommen zuerst mal die Koordinaten überprüft und festgestellt, dass wir doch ziemlich im Schnee buddeln müssten. Um nicht Stunden damit verbringen zu müssen Tonnen von Schnee zu verschieben, fragten wir kurzerhand in der nahegelegenen Pension nach.

Die freundliche Edelweisserin zeigte uns dann zum Glück recht genau, wo die gefragten Steine, unter denen der Cache sich befinden müsste, zu liegen hätten. Nach kurzem und erfolglosem Buddeln mit den Handschuhen, brachte Sie uns eine Schaufel. Mit dieser kamen dann die Steine wirklich ans Tageslicht. Der Cache allerdings hockte unter einem der großen Steine und rührte sich nicht. Der festgefrorene Stein musste also weg.

Beim Versuch mit dem Schaufelstiel den Stein zu bewegen, barst diese und war kaputt. Dafür hab ich der Edelweisserin 10 Euro gegeben und hoffe, das es genügt, eine neue Schaufel zu besorgen

Erst jetzt fiel mir ein, dass ich doch ein Brecheisen im Auto habe. (Nein ich brauche es nicht um sonst verschlossene Dinge zu öffnen )
Mit dem besagten Hilfsmittel war es dann leicht den Stein etwas an zu heben und den Cache heraus zu ziehen.

Ende gut, alles gut. Der Trackable ist wieder im warmen.

So ging ein weiter spannender Tag im Leben eines Trackables-Retter zu Ende!
Und wenn sie nicht gestorben sind, so retten sie morgen noch weiter.
Fotos gab es leider keine, weil wir die schlicht vergessen haben. Wird bei einem weiteren Protokoll noch nachgeholt.

TB’s retten macht Spaß, denn hier erlebt man immer wieder spezielle Geschichten.
Keine langweiligen Standard Filmdöschen oder einfache massen Drive-In. Caches mit Charakter und Kanten.

Viele Grüße aus der Schweiz,
Friedlis